Einsatz 28/2019 – Fluggeräteunfall

Heute um 17:57 Uhr wurde unser Einsatzleitwagen, zusammen mit der Feuerwehr Oberlahr, der Feuerwehr Horhausen und der Feuerwehr Flammersfeld zu einem Fluggeräteunfall nach Oberlahr alarmiert.

Als die ersten Kräfte aus Oberlahr eintrafen bot sich dem Einsatzleiter eine unübersichtliche Lage. Zahlreiche Stromkabel einer Überlandleitung lagen auf der Straße, den Gebäudedächern und ein Gyrocopter (ein hubschrauberähnliches Fluggerät) lag in der Wied.

Für beide Insassen kam trotz Erstversorgung durch die First Responder der VG Flammersfeld und der ersteintreffenden Kräfte der Feuerwehr jede Hilfe zu spät.

Aufgrund austretenden Kerosins wurde um 18:14 Uhr unser Tanklöschfahrzeug nachalarmiert, damit der Brandschutz mit Sonderlöschmittel sichergestellt werden konnte. Zudem wurden drei Ölsperren zum Aufhalten des Treibstoffs eingesetzt. Während den Ermittlungen wurde die Einsatzstelle durch die Feuerwehr ausgeleuchtet. Das Wrack wurde nach Abschluss der Ermittlungen mittels Autokran aus dem Flussbett geborgen.

Das DRK war mit einem Notarzteinsatzfahrzeug, zwei Rettungswagen und dem Rettungshubschrauber Christopf 23 vor Ort. Im Laufe des Einsatzes wurde die DRK Bereitschaft Horhausen alarmiert, um den Regelrettungsdienst abzulösen. Zur Betreuung der Ersthelfer und Augenzeugen wurden Notfallseelsorger zur Einsatzstelle beordert.

Da es sich um einen Flugunfall handelte, wurde die Bundesstelle für Flugsicherung verständigt. Ebenfalls wurde seitens der Polizei die Kriminalpolizei hinzugezogen. Aufgrund des enormen Medienaufkommens an der Einsatzstelle wurde entschieden, um 21 Uhr eine Pressekonferenz im Feuerwehrhaus Oberlahr zu geben.

Insgesamt waren über 100 Einsatzkräfte von allen beteiligten Organisationen im Einsatz. Den Angehörigen sprechen wir unser aufrichtiges Beileid aus.

Link: Artikel auf ak-kurier.de

Link: Artikel auf swr.de

Link: Artikel auf rtl.de